Die Grafiksammlung 'Mensch und Tod' an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Die Grafiksammlung 'Mensch und Tod' der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin betreut wird, ist eine der umfassendsten und qualitativ hochwertigsten Grafiksammlungen zu den Themen Sterben, Tod und Totentanz. Sie umfasst ca. 6000 Originale (davon ungefähr die Hälfte in Büchern) aus der Zeit des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und ermöglicht einen breiten Überblick über die Entwicklung der Todesdarstellungen in der europäischen Kunst. Es handelt sich sowohl um druckgrafische Blätter als auch um Unikate wie Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen. Mit Ausnahme einiger Arbeiten aus Mexiko und Japan stammen die Werke aus Mittel- und Westeuropa, und hier vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Zu den vertretenen Künstlerinnen und Künstlern zählen unter anderem Albrecht Dürer, Hans Holbein, Rembrandt, Thomas Rowlandson, Edvard Munch, James Ensor, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Salvador Dali, Horst Janssen und Getrude Degenhardt.

James Ensor, The Deadly Sins Dominated by Death, 1904, Radierung

Den Grundstein legte im Jahr 1976 der Ankauf der privaten fast 1000 Werke umfassenden Kunstsammlung des Chirurgen Dr. Werner Block. Fünfzehn Jahre später gelang mit dem Erwerb eines weiteren großen Konvoluts aus dem Besitz des Journalisten Robert Matzek zudem ein wichtiger Ausbau der Sammlung. Seither ist sie ständig erweitert worden und ermöglicht mittlerweile einen breiten Überblick über die Entwicklung der Todesdarstellungen in der europäischen Kunst.

Links:

Mehr Informationen zu der Grafiksammlung 'Mensch und Tod' sowie zu weiteren Projekten finden Sie → hier.

Zudem wurden gemeinfreie Buchbestände der Sammlung mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HHU durch die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf digitalisiert und sind → hier online abrufbar.

Eine weitere digitale Ausstellung ist Jahr 2021 im Rahmen einer Tagung ebenfalls als studentisches Projekt entstanden: Zu 'The Cruel Sea' kommen Sie hier.

Außerdem diente die Grafiksammlung 'Mensch und Tod' als Ausgangspunkt für die beiden Publikationen

'Dancing with Mr. D' (2019) und 'Dancing in the Dark' (2022), die beide im Wienand Verlag, Köln erschienen sind.

Als Kooperationsprojekt mit der Stiftung Deutsche Bestattungskultur ist an dieser Stelle noch die Wanderausstellung

'Arzt und Tod - Drei Perspektiven zu erwähnen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier.